„Die Geschichte des Herrn Zet“

Inhalt

Herr Zet lebt unter uns, aber er meidet die Menschen. Als Zusteller eines Anzeigenblattes richtet er sich, anstatt es auszuteilen, mit ihm ein. Zeitungen verkleiden seine Wände, sind sein Mobiliar, sein tägliches Nahrungsmittel. Sie ersetzen ihm Zuhörer, Gesprächspartner, Freundschaften. In der Verringerung auf zwei Dimensionen ist ihm die Welt willkommen, erträglich, ja ausgesprochen amüsant. Verängstigt ihn die unvermeidliche Türklingel auf das Äußerste, versetzt sie ihn einmal wöchentlich in Euphorie. Dann kommt Nachschub von draußen vor der Tür. Begierig macht er sich über die Zeitungsstapel her und schnippelt und faltet sie passend für seine Wirklichkeit. Die Leute lassen ihn gewähren. Die Gratisinformationen sind ihnen offenbar entbehrlich. Sie klagen nicht, und so lebte Herr Zet dieses merkwürdige Leben in höchster Zufriedenheit, wären da nicht die Nächte. Sobald die Dunkelheit kommt, ergreift ein immer wiederkehrender Alptraum von seiner Behausung Besitz. Glücklicherweise hat die Nacht ihre Grenzen und an jedem neuen Morgen verfliegen die schwarzen Schatten. Bis sich die nächtliche Bedrängnis einen Weg zutage schafft.

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Kurzinfos

Genre: Experimental
Jahr: 2006
Länge: 22 Min
Regie: Maria Madei, Benjamin Gaum
Schauspieler: Maria Madei, Benjamin Gaum
Schnitt: Maria Madei
Kamera: Benjamin Gaum
Produktion: Maria Madei
Buch: Maria Madei

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