Es ist eine F.reche T.urbulente R.omanze, unterlegt mit F.einstem T.anzbarem R.ausch und erzählt wird: F.lo T.rifft R.enée. Das verändert alles. Das Leben der beiden Frauen, das Leben der Menschen um sie herum. Nichts ist mehr wie es war. Jeder Augenblick hat eine neue Färbung. Jeder Gedanke einen neuen Sinn. Alle dachten sie kennen alles, aber das Leben lehrt sie eines Besseren. Es rauscht herbei, wie eine riesengroße Welle. Es ist viel mehr als nur verliebt sein. Jetzt packt es alle und fährt mit ihnen Achterbahn. Es verwirklicht sich und erschafft eine neue Realität. Und das macht Angst, weil niemand mehr weiß, wer er ist. Und die Angst wird größer und sie wünschen sich, dass da jemand ist und ihre Hand hält. Einfach nur da ist und die Hand hält.
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Genre: Liebe
Jahr: 2007
Länge: 1 Std 41 Min
Regie: Bianca Jobs
Schauspieler: Tanja Geke, Marie-Louise Hauser, Karin Düwel, Martin Hahnemann, Birge Schade, Frank Leo Schröder, Alfons Schröter
Kamera: diverse
Produktion: strangepool-berlin
Buch: Bianca Jobs
"Mein Name ist Bianca Jobs. Ich werde Velvet gerufen. Bin gelernte
Fotografin, Quereinsteigerin beim Film und Autodidakt.
Zunächst gab es meinen Wunsch einen Langfilm zu drehen. Danach hatte
das Drehbuch einige Produzenten, Dramaturgen und Redakteure, die jede Menge
eigener Ideen mitbrachten, zu überstehen.
Bis zu dem Tag, als ich beschloss den Film eF.Teh.aiR, selbst zu drehen.
Nun ohne abgesicherte Finanzierung.
Ab diesem Zeitpunkt kam Unterstützung von allen Seiten. Zuerst waren
es Freunde, die halfen: Schauspieler, Kameramann, Maskenbildnerin,
Kostümbildnerin, Toningenieure, Bildausstattung und dergleichen. Alles
Menschen die Lust auf ein solches Wagnis hatten.
Wir wurden der „Strangepool“, eine Gruppe Filmschaffender,
jeden Alters, aus allen Sparten der Branche.
Der Plan war, in kleinen Dreheinheiten von maximal fünf Tagen, den
Film in sechs Drehblöcken über das Jahr verteilt zu drehen.
Daraus wurden sechzehn Monate und insgesamt vierundzwanzig Drehtage in
sieben Blöcken.
Die Unterstützung wuchs beständig, zu den Freunden und den
Freunden der Freunde, gesellten sich bald auch andere Interessierte, die
sich begeistern ließen. So räumte uns Mercedes Benz einen
Großteil ihres Parkplatzes frei, damit wir dort eine Kamerafahrt (mit
Sackkarren!) drehen konnten, die MORUSMEDIEN POOL überließen
uns, in freien Produktionsphasen ihrer Firma, die Schnittplätze. AVID
stellte uns eine Festplatte für einen unfassbar langen Zeitraum zur
Verfügung, so dass wir das gedrehte Material überhaupt
verarbeiten konnten.
Die Geschichte, zwei Frauen verlieben sich, hatte ich bereits beim
Schreiben auf Innenräume angelegt. Nicht nur, weil es um das
Innenleben der Figuren geht, sondern, weil ich so den Dreh für einen
Sommerfilm, bereits im Winter beginnen konnte. Praktische Überlegungen
ergaben ein Stilmittel des Films.
Während meiner Vorbereitung den Film aufzulösen (Storyboard),
achtete ich darauf so wenig Einstellungen wie möglich zu planen, so
dass ich beim Drehen so viel wie möglich an einem Tag einfangen
konnte. So kommt es, dass wir oft nur eine Seite des Raums sehen, so wie
die Figuren erst mal nur eine Seite ihrer Sicht zeigen. Auch hier wurde
eine praktische Überlegung zu einem Stilmittel.
Der Drehplan sah vor, dass wir bereits im ersten Block (Januar 2005) sehr
viele Szenen andrehten. Es war unumgänglich in alle Richtungen
Anschlüsse zu setzen.
Und dann passierte etwas: Wir entwickelten uns von Drehblock zu Drehblock
und der Film wuchs mit uns.
Würde der Plan aufgehen? Funktionierten unsere Ideen vom Anfang jetzt
noch?
Spannend war auch die Arbeit von Maske und Kostüm. Anschlüsse
und Entwicklungen der Figuren über einen solchen Zeitraum zu halten,
ist das machbar?
Als wir nach sechzehn Monaten endeten, waren wir alle sprachlos, wie
nahtlos sich unsere Arbeit vom Anfang in die Arbeit vom Ende einfügte.
Alles ging auf.
Oft hatte ich das Gefühl, das sich der Film erzählen will. Er
hatte sehr schnell eine ganz eigene Kraft und Art sich mitzuteilen. Es kam
immer nur darauf an mitzugehen.
Mitzugehen, wenn Schauspieler auf unüblichen Wegen zum Projekt kamen.
Es gab keine Castings. Wir fanden uns, weil wir uns finden sollten. Die
zweite Hauptrolle kam über eine Leseprobe zu uns und brachte dann
ihren Ehemann als ihren Filmpartner mit. Als wir Karin Düwel als Rolle
Mutter andachten, recherchierten wir im Internet ihre Agentur.
Spaßeshalber schauten wir bei den Männern auf der Suche nach
einer Vaterfigur. Spontan gefiel uns Dietmar Lahaine und ein Gedanke war,
dass Karin Düwel ihn kennt und mit zum Projekt bringt. So war es dann
auch.
Es hieß aber auch mitzugehen, wenn ein Darsteller, der bereits
aufwendig angedreht war, kurzfristig keine Zeit mehr hatte. Das bedeutete
für mich einige Drehbuchänderungen und einen harten Schnitt in
Kauf zu nehmen, da ich ihn umbesetzten musste. Darauf zu vertrauen,
kurzfristig Ersatz zu finden. Der dann auch bis zum Schluss bleibt.
Darauf vertrauen, dass es immer weitergeht. Nicht verzweifeln, wenn sich
der Drehplan von Block zu Block verändert, weil sich entweder die
Motive nicht finden lassen, oder Schauspieler keine Zeit haben. Offen
bleiben, wenn die Departments mit Ideen kommen, die sich meiner Vorstellung
entziehen.
Und dann war alles Material gedreht. Aber das Mitgehen hört nicht
auf. Der Cutter bot seine Interpretation an, die sich in Teilen von meinem
Storyboard entfernte, aber funktionierte. Und wieder zeigte uns der Film,
was sich Schneiden ließ und was nicht. Plötzlich lag Bild 116
hinter Bild 129.
Dann kam die Musik. Ein Arbeitsschritt bei dem meine Fähigkeiten
enden. Außer meinem Gefühl, konnte ich nichts beisteuern. Musik
ist eine Geschichte in der Geschichte. Sie interpretiert neu,
verändert Momente, den Ausdruck der Figuren. So war es auch bei
eF.Teh.aiR. Wieder einmal hieß es zu vertrauen und mitzugehen.
Ein Film ist nie die Arbeit eines Einzelnen. Im besten Fall ist es die
Arbeit Vieler an einer Vision. Eine Vision, die der Kopf des Ganzen (Regie)
vorzugeben hat und dann verabschieden muss. Loslassen.
Das Schöne bei dieser Arbeit an eF.Teh.aiR war, dass wir uns
ausschließlich selbst verantwortlich waren. In diesem Rahmen konnten
wir tun und lassen was uns gefiel. Das machte uns die Arbeit leicht und
spaßig. Ich denke, das hat sich auf den Film übertragen."