
Hannes Jaenicke
Schauspieler
Hannes Jaenicke verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Pittsburgh / USA. In Regensburg machte er sein Abitur. Es folgte eine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, der Wiener Opernschule und der London School of Modern Dance.
Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist Jaenicke auch als Drehbuchautor und als Sprecher in diversen Hörbüchern aktiv. Er gewann ein Drehbuchstipendium in den USA.
Film National: Hannes Jaenicke gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler und ist in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen.
Film International: In der amerikanischen Serie "Highlander" verkörperte er die Rolle des Bert Myers.
"Überraschend gut"
Eine wirklich interessante Seite ist das hier!
Unglaublich, was Kollegen abseits des Mainstreams so auf die Beines stellen
– das hätte ich in Deutschland gar nicht für möglich
gehalten. Ein dickes Kompliment vorneweg an alle, die so mutig sind und ihre
Filme auch ohne Förderung und/oder Fernsehen drehen. Da habt Ihr vielen,
schon etablierten Kollegen etwas voraus.
Ich habe mir eben die Zeit genommen und ein paar Filme angeklickt.
Willkürlich oder weil mich der Titel neugierig gemacht hat. Vorneweg: das
war mit Sicherheit nicht das letzte Mal, das ich bei den
Indie-Stars war … ich werde mir die restlichen Werke auch
reinziehen. Ich bin sehr neugierig geworden. Im Einzelenen:
Absolut gut gefallen hat mit Better be good von den Peniblo Brothers. Klasse gemacht, vor allem die Actionsequenzen – und die Auflösung kommt überraschend genau auf den Solar-Plexus. Prima Weihnachtsunterhaltung, Jungs.
Neugierig bin ich bei dem Titel Dentophobia geworden. Wer hat schon Lust auf den Zahnarzt? Ich jedenfalls nicht. Umso besser der Film von Christoph Heimer. Handwerklich super gemacht, phasenweise furios und absolut perfekt am Rechner. Aber mir kann natürlich keiner erzählen, das da nicht auch überdurchschnittlich viel Kohle geflossen ist. Hat Christoph bei der Zahnarztinnung gesammelt?
IRomance hat mich nicht vom Stuhl gerissen, obwohl es eine kluge, schöne Idee ist. Nur ist sie leider nicht optimal umgesetzt worden. Die Darstellerin hätte man eventuell anders besetzen sollen, da hätte ein Typ wie Anke Engelke oder Barbara Schöneberger vielleicht etwas mehr Humor reingebracht. Jan M.Studt ist Designer, das sieht man dem Film zweifelsohne an. Aber ein bisschen mehr Tempo in den Dialogen und dem Acting hätte seinem Werk sicher nicht geschadet. Trotzdem: nicht schlecht!
Und dann klickte ich Alles wie immer an. Ein feiner, kleiner Spielfilm ist das. Das Mädchen ist richtig gut. Total begabt. Klasse. Wo hat Ralf Beyerle die aufgetrieben? Auch der männliche Hauptdarsteller ist ein echter Hingucker. Tolles Spiel der Beiden. Sehr geile Dialoge, sehr gut inszeniert mit gutem Timing! Die Kamera allerdings ist mir zu konventionell und auch die Tonmischung ist suboptimal. Trotzdem: Ein kleines Meisterwerk, das ganz viel über die deutsche Mentalität erzählt. Ein Film, der Inhalt transportiert und deswegen mein bisheriger Lieblingsfilm bei den Indie-Stars ist.
Kicker fand ich gut animiert mit gutem Sound … aber die Story war mir zu dünn. Neulich auf dem Dachboden hat eine abartig gute Idee. Originell und spannend zu schauen, das Teil. Da stört dann auch die schlichte Umsetzung nicht. Etwas ratlos hinterliess mich Auszeit . Visuell klasse, prima Wien-Werbung, würde ich sagen. Als Film erzählt er mir jedoch nicht genug.
Last but not least: Ich bleibe bei Euch, Ihr Indie-Filmer. Weil es Spass macht zuzuschauen, wie Ihr vieles anders- und manchmal sogar besser macht, als das, was ich täglich am Set erlebe. Wenn es meine Zeit zulässt, drehe ich gerne einmal für Euch. Wenn das Buch gut ist (aber nur dann), ist mir in Eurem Fall auch die Kohle egal.
Hannes Jaenicke
Kontakt über Agentur Above
the line
Aktuelle Beiträge - Meine Meinung
(08.12.2009) Endlich von Eva Franz
(25.10.2009) Gut so! von Hans-Werner Meyer
(22.07.2009) Kultur pur von Steffen Schmidt-Hug
(29.05.2009) “Sehr kurzweilig“ von Sabine Nagel
(30.04.2009) Bekenntnisse eines Fossils von Max Tidof
(17.03.2009) "Das hat mir gerade noch gefehlt!" von Michael Scholten
(06.02.2009) "Unkonventionell" von Ursula Karven
(23.01.2009) "Herzensarbeit" von Jan Kazda
(01.01.2009) "Filme fürs Publikum" von Stefan Ruzowitzky
(17.11.2008) "Dickes Lob" von Ulrich Herrmann
(14.10.2008) "Weiter so!" von Kerstin Ramcke
(14.09.2008) "Spannend" von Caroline Link
(16.08.2008) "Überraschend gut" von Hannes Jaenicke

