Stefan Ruzowitzky

Stefan Ruzowitzky

Autor-Regisseur

Geboren 1961 in Wien, verbrachte Stefan Ruzowitzky seine Jugend in Oberösterreich und Düsseldorf. Bevor er sich der Regie abendfüllender Spielfilme zuwandte, drehte er Musikvideos u.a. für die Scorpions oder N’Sync. 1996 gab er seinen Einstand als Filmregisseur und Drehbuchautor mit dem vielgepriesenen Coming-of-age-Drama „Tempo“ rund um einen Fahrradboten. Für das bäuerliche Drama "Die Siebtelbauern" erhielt er 1998 viele internationale Preise, dann kam der deutsche Horrorfilm "Anatomie" - und mit „Die Männer ihrer Majestät“ das erste Angebot aus Hollywood. Der Film floppte zwar, aber schon „Anatomie 2“ führte Ruzowitzky zurück auf die Erfolgsspur. Für das KZ-Drama "Die Fälscher" (www.diefaelscher.at) holte er 2008 als Erster den Oscar für den Besten fremdsprachigen Film nach Österreich. Demnächst läuft „Hexe Lilli“(http//www.hexelilli-der-film.de) in den Kinos an.

1.01.2009 / 00:01 · rel="superbox[iframe.feedback][500x450]">Artikel weiterempfehlen

"Filme fürs Publikum"

Ich bin der festen Meinung, dass man Filme für ein Publikum macht, deswegen ist eine Plattform wie Indie-Stars.de so großartig, weil sie gerade jenen Filmen den Kontakt zu einem Publikum schafft, die es damit am schwersten haben. Mein Lieblingsfilm aus dem aktuellen Angebot Regieanweisung:Präzise von Sascha Dornhöfer. Sehr lustig, hab’ ich mir zweimal angesehen, zweimal laut gelacht.

“Das gilt nicht!”, schreien jetzt alle (und vor 12 Jahren hätte ich mitgeschrien), die mit ihren Arbeiten zeigen, was für tolle Kameraperspektiven sie sich ausdenken, wie suggestiv sie schneiden und welche filmischen Vorbilder sie zitieren können. Während hier: zwei Einstellungen, uncharismatische Darsteller, ömmeliger Look.

Ich wiederhole meinen ersten Satz: Ich bin der festen Meinung, dass man Filme für ein Publikum macht. Man macht sie nicht – und das ist wohl eine der größten Sünden in der Filmkunst schlechthin -, um seinem Publikum zu beweisen, was man nicht alles kann. Oder, noch übler, was man nicht alles könnte, wenn man die adäquaten Mittel hätte. Mein fiktiver Hauptpreis geht an eine Arbeit, die die adäquaten Mittel hatte – Nichts. Aber, alle Achtung, wie viel Effekt aus diesem Nichts generiert wurde!

Das einzige was mich beunruhigt: Who the fuck ist John Smith, der Credits für die “Idee” bekommt? Wenn da nur eine Idee, ein anderer Film kopiert wurde, nehme ich alles zurück, beziehungsweise bitte mein Lob an J.S. weiterzuleiten.

Stefan Ruzowitzky


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